Die Erde wird in vielen Kulturen als Mutter alles Lebens angesehen, z.B. als griechische Erdgöttin 'Gaia'. Die Erde ist die Materialisierung der göttlichen Geisteskraft und stellt die Basis unseres Lebens dar. Sie wird häufig in Zusammenhang mit dem Beginn aller Lebensprozesse gebracht.
Seit Beginn der Menschheitsgeschichte ist der Mensch auf der Suche nach Erklärungen und Regeln für die Ereignisse in der Natur, die sein Schicksal beeinflussen. Denn wer die Regeln und Ursachen kennt, die z.B. Überschwemmungen, Dürre, Krankheiten und Todesfälle verursachen, der kann das Schicksal zum Positiven wenden. Seit Beginn der Menschheit werden deshalb die Erscheinungsbilder der Erdenergien analysiert und benutzt, um gezielt bestimmte Kraftorte für Siedlungsstandorte oder Kultplätze zu finden ( griech. Geo = Erde / Mantik = Seher ).
Die ältesten schriftlichen Überlieferungen stammen unter anderem von den Chinesen, im "Buch der Riten", 1000 v.Chr., und in unserem Kulturkreis von den Griechen und Römern. Vom römischen Städtebauer Vitruvius Pollio sind in den "Zehn Bücher über Architektur" umfassende und detaillierte Schriften über die Beachtung der Erdenergien erhalten. Auch die Sagengeschichten und Mythen vieler Völker beziehen sich auf lokale Gegebenheiten und haben oft einen engen Bezug zu den feinstofflichen Kräften der Erde.
| In der Geomantie werden die emotionalen und energetischen Wirkungen der Erdkräfte betrachtet und analysiert. Die subjektive Wirkung eines Ortes auf den Menschen, als inneres Spiegelbild der Wesensart einer Landschaft oder des Ortes, steht dabei im Vordergrund. |